Die Geschichte der Mongolen im frühen Mittelalter

 

Der typische erste Gedanke, der jemandem beim Begriff "Mongolen" kommt, ist das riesige Heer von Dschinghis Khan, mit dessen Hilfe er weite Teile Asiens und halb Europa unter seine Herrschaft brachte. Tatsächlich liegen die Wurzeln der 1. Münchner Barbaren auch in diesem Bereich, allerdings wurden die Barbaren etwas "rückdatiert", um Kontakte mit Germanen und Nordleuten zu ermöglichen. Der große Dschinghis Khan wurde irgendwann zwischen 1155 und 1162 n.Chr. unter dem Namen Temo'Tschin geboren, woher auch noch bis heute unser Kampfruf stammt.

Geschichtlich gesehen befinden sich die 1. Münchner Barbaren jedoch im allgemeinen Ende des 10. und Anfang des 11. nachchristlichen Jahrhunderts - eine zeitliche Verschiebung von ca. 70 Jahren. Zu dieser Zeit gab es noch nicht das große mongolische Heer, aber zahlreiche einzelne Sippen, deren gesellschaftliche Strukturen noch aus der Zeit der Hunnen stammte. Gleichzeitig war dies die Zeit, in der die nordischen Rus nach Osten aufbrachen und auch andere Skandinavier (Norweger, Dänen) während der Blütezeit des byzantinischen Reichs entweder auf Handels- oder Plünderfahrt im Osten unterwegs waren oder sich als Söldner am byzantinischen Hof verdingten (Varägergarde). Gleichzeitig brachten diese Nordleute auch Angehörige anderer germanischen und keltischen Stämme mit, teils als Sklaven, teils auch als eingebürgerte Mitglieder der Gemeinschaft. Eine starke Vermengung der unterschiedlichen Kulturen fand statt und kann bis heute durch entsprechende Grabfunde (z.B. byzantinische oder asiatische(!) Schmuckstücke in nordischen Gräbern) nachgewiesen werden.

Somit befinden sich die 1. Münchner Barbaren zwar nicht unmittelbar im Heer des Temo'Tschin, aber weit entfernt davon sind wir auch nicht. Unser Kampfruf "Temo'Tschin" behält jedoch seine Gültigkeit, da in der mongolischen Kultur, ähnlich wie bei den amerikanischen Ureinwohnern, ein Name nicht nur ein Klangmuster oder eine verschwommene symbolische Bedeutung war, vielmehr war ein Name ein klarer Ausdruck eines Begriffes. "Temo'Tschin" kann bedeuten "Schmied" aber auch "der Eiserne", und wer einmal unsere Fürsten erlebt hat, der versteht, weshalb dieser Name ohne weiteres auf sie alle zutrifft.

Es bleibt natürlich noch die Frage nach dem Begriff des "Barbaren". Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich "Stotterer". Damit wurden all diejenigen bezeichnet, die des Griechischen nicht sonderlich mächtig waren. Und derer gab es früher eine ganze Menge: Römer, Ägypter, Germanen etc. Ein "Barbar" war somit fast automatisch ein "Nicht-Grieche". Da Griechenland in der Antike als Zentrum der Zivilisation galt, war der "Barbar" nicht nur kein Grieche sondern galt auch automatisch als unzivilisiert. Die letztere Deutung ist diejenige, die bis heute erhalten geblieben ist. Als "Barbar" wird derjenige bezeichnet, der augenscheinlich keine besondere Kultur besitzt oder (weitaus häufiger) dessen Kultur man nicht versteht  bzw. die einem fremd ist. In diesem Sinne verstehen auch die 1. Münchner Barbaren ihren Titel. Wir haben Kultur, Gebräuche und Sitten, doch erscheinen diese den meisten Außenstehenden als grob, hart und sind einfach unverständlich.

Und insofern sind wir für andere auch ganz klar... BARBAREN.

 

Herzlich willkommen auf der Seite der 1. Münchner Barbaren!

Achtung, aufgepasst!

Der 1. Münchner Barbaren e.V. erweitert seine Horde und wir bieten hierzu 5 - 10 Mittelalter-Begeisterten die Möglichkeit, sich unseren Reihen anzuschliessen.

Bei Interesse wäre auch ein Einstieg als Anfänger oder Fortgeschrittener in das wöchentliche Training unserer erfahrenen Kampftruppe möglich.

Dieses umfasst sowohl Show- als auch Freikampfausbildung in verschiedenen Waffenstilen und Kombinationen. Bei grossinszenierten Veranstaltungen oder in Freischlachten kann man sein Können beweisen.

Wir besuchen jedes Jahr zahlreiche private und öffentliche Veranstaltungen, Lager und Märkte (z.B. Kaltenberger Ritterturnier, Hallbergmoos…), auf denen jeder von uns seine individuelle Darstellung und sein Handwerk einbringen und weiterentwickeln kann und haben dabei vor allem Spaß am gemeinsamen Lagerleben.

Schickt uns einfach eine Bewerbung mit Angaben über euch, eure handwerklichen Fähigkeiten, Kampferfahrung, einer Beschreibung der aktuellen oder geplanten Darstellung sowie einem Bild an kontakt@muenchner-barbaren.de.

Wir freuen uns auf euch!

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