Sicherheitsaspekte des Kampftrainings

 

Viele Zuschauer blicken entsetzt und ungläubig, wenn sie unsere Kämpfer in Aktion erleben. Was sie da sehen, verstößt offensichtlich gegen die simpelsten Regeln der Sicherheit: Kämpfer ohne Rüstung und ohne Helm, Stichwaffen, Angriffe gegen Kopf und Gesicht des Gegners, die Waffen werden voll aufeinander geschwungen, geschlagen und gestoßen, es kracht und knallt...

Aber seltsam - irgendwie stehen unsere Kämpfer hinterher immer wieder auf und selbst nach den härtesten Kämpfen gibt es höchstens mal ein paar blaue Flecke oder einen Kratzer. Keine Schwerverletzten, die sich am Boden winden, kein spritzendes Blut, keine Verstümmelungen. Und während viele der Meinung sind, die Barbaren würden unverantwortlich und rücksichtslos kämpfen, sieht die Realität so aus, dass das Schlimmste, was sich ein anderer Kämpfer durch einen der Barbaren zugezogen hat, eine saftige Prellung des Handgelenks war. Nicht mehr.

Das, was bei uns so unglaublich gefährlich und grob fahrlässig aussieht, ist das Ergebnis jahrelangen Trainings. Da wir häufig darauf angesprochen werden, sei dieser Punkt hier etwas ausführlicher beschrieben:

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten und Vereinen werden in unserem Training nicht nur die gängigsten Techniken gelehrt und geübt und die gefährlicheren Aspekte aus Sicherheitsbedenken ausgeklammert. Viele Showkämpfer vermeiden Stiche (vor allem in das Gesicht des Gegenübers) oder Kopfhiebe, andere gefährliche Techniken werden nur halb und stark verlangsamt ausgeübt. Augenscheinlich dient dies der Sicherheit der Kämpfenden. Doch das funktioniert nur so lange, wie sich auch der Kampfpartner an diese Regeln hält. Doch was, wenn nicht?

Es gibt eine Vielzahl von Umständen (meist Unfälle), die dazu führen können, dass der Kampf- oder Showpartner sich nicht mehr an die Regeln hält:

  • Ein Kämpfer, der auf unebenem Boden ausrutscht, kann seinen Hieb verreissen und diesen unabsichtlich auf Kopfhöhe lenken.
  • Man bekommt als Showpartner einen Kämpfer, der ein gänzlich anderes Kampfsystem gewohnt ist und nicht die eingeübten Regeln kennt. Ohne sich etwas Böses dabei zu denken, führt er einen Kopfhieb aus.
  • Ein Regisseur will einen Kampf zwischen Kriegern und einfachem Landvolk darstellen. Dazu wird das Landvolk historisch korrekt mit Stangenwaffen ausgestattet. Und mit diesen wird eben vor allem gestochen und gestoßen.

Es muß sich also keineswegs um einen Kampf auf Leben und Tod handeln, genauso gefährlich sind simple Unfälle, die sich einfach nicht vermeiden lassen.

Daher sind in unserem Training alle Techniken und alle Waffen erlaubt, Rüstung ist meist optional. Aber selbstverständlich wird nicht gleich losgelegt, was tatsächlich völlig unverantwortlich wäre. Stattdessen werden die entsprechenden Techniken langsam geübt: Anfangs mit stumpfen und abgepolsterten Holzwaffen, dann mit Holzwaffen ohne Polsterung und wenn die Reflexe und Bewegungen genügend ausgeprägt sind kommen die Stahlwaffen zum Einsatz.

Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die größte Sicherheit für einen Kämpfer darin besteht, wenn ihm ein Angriff, egal welcher Art, gar nicht erst gefährlich werden kann, da er gelernt hat, den Angriff abzuwehren oder ihm auszuweichen.

Aber das ist nur einer von vielen Sicherheitsaspekten, auf die wir bei unseren Kämpfern Wert legen. Weitere Punkte sind:

  • Jeder Showkämpfer hat eine Unfallversicherung.
  • Bei Aufführungen achten wir immer darauf, dass ein angemessener Sicherheitsabstand zum Publikum besteht. Falls notwendig können die 1. Münchner Barbaren selbst Leute zum Absichern eines Kampfplatzes stellen.

Wir wissen, dass Kampfaufführungen immer ein Risiko in sich bergen. Daher sind wir sehr bemüht, für die Sicherheit und Unversehrtheit nicht nur unserer Kämpfer sondern auch unserer Kampfpartner Sorge zu tragen.

Denn wie es unter Showkämpfern heißt:

"Wir wollen alle am Montag wieder gesund und munter in die Arbeit gehen können."

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